Donnerstag, 31. Januar 2013

Brautentführung

Die Brautentführung ist ein schöner Brauch, der eigentlich bei jeder Hochzeit meist im Laufe des Nachmittags von Freunden des Bräutigams in Angriff genommen wird. Es geht hier im Prinzip nur um die Gaudi, und die ist es auch.
Eine Hand voll Freunde initiieren die Entführung in Absprache: Einige lenken den Bräutigam ab, indem sie ihn z.B. in ein Gespräch verwickeln. Der Rest der Truppe schnappt sich die Braut, packt sie in ein Auto und braust in die nächste Gastwirtschaft. Das kann man natürlich zu Fuß machen, wenn sie nicht zu weit entfernt ist. Der Bräutigam soll davon nichts mitbekommen. Nach einer gewissen Zeit fragen dann seine Freunde meist recht scheinheilig: „Wo ist eigentlich die Braut?“
Spätestens jetzt ahnt der arme Kerl, was es geschlagen hat: Man hat seine Frau entführt! In der Regel lässt man ihn erst einmal in der einen oder anderen Gastwirtschaft suchen, Um ihm dann irgendwann einen Tipp zu geben, wo seine Braut seine könnte, bevor er ungehalten wird. Schließlich soll so eine Brautentführung ja eine Gaudi sein und auch bleiben.
Beim Wiedersehen des Brautpaares knallen dann die Sektkorken, oftmals muss ein Walzer getanzt werden, wenn Musiker dabei sind, um dann wieder zum Rest der Hochzeitsgesellschaft zurückzukehren.